"Zug der Erinnerung" in Darmstadt

Die Ausstellung
Der Zug der Erinnerung besteht aus mehreren Waggons, in denen die Geschichte der europäischen Deportationen, Fotos und Schicksale der Kinder beispielhaft gezeigt werden. Schwerpunkt der Ausstellung ist das Deportationsgeschehen in Deutschland: die Zustellung der Deportationsbescheide, das Verlassen der Wohnungen, der Weg zu den Sammellagern und von dort am helllichten Tag durch die Dörfer und Städte zu den wartenden Zügen.
Spurensuche
In einem der Wagenteile hält der Zug der Erinnerung eine Rechercheneinheit bereit: Computer und Handbibliothek laden zur Spurensuche ein. Hier besteht auch die Möglichkeit, über die Ausstellung zu sprechen und Erfahrungen auszutauschen.
Wir bitten Sie, Darmstadt und der Region nach Lebenszeugnissen der Kinder und Jugendlichen zu suchen und sie so dem Vergessen zu entreißen.
* Welche Kinder und Jugendlichen wurden aus Ihrer Stadt deportiert?
* Welche Dokumente finden sich in den örtlichen und regionalen Archiven?
* Gibt es noch Menschen, die sich an ihre Nachbarn, Klassenkameraden erinnern?
Besonders sollen Schulen und Schulklassen zur Spurensuche angeregt werden. Bei der Umsetzung unseres didaktischen Konzepts arbeiten wir mit der Abteilung Geschichtswettbewerb der Körber Stiftung zusammen. Hier finden Schüler wertvolle Tipps für die Spurensuche.
Besuchen Sie die Ausstellung. Beteiligen Sie sich an der Spurensuche.
Ein Video der Ankunft des Zuges: www.4k4.net/video/ZdE/ZudE_2.wmv
Kontakt Spurensuche: dreesen@zugde.eu
Unterstützer:
Lokaler Aktionsplan Darmstadt, GEW, DGB Region Südhessen, DGB-Jugendbüro Südhessen,
Evenarí - Forum für Deutsch -Jüdische Studien an der Technischen Universität Darmstadt u. a.

Materialien und weitere Informationen
http://www.denkzeichen-gueterbahnhof.de/
www.zug-der-erinnerung.eu/material.html
Eine Ankündigung im DARMSTÄDTER ECHO
http://www.echo-online.de/suedhessen/static/529357.htm
Ankündigung beim HESSISCHEN RUNDFUNK
http://www.hr-online.de/website/rubriken/kultur/index.jsp?rubrik=5986&key=standard_document_33372126
Den Flyer für den Zug finden Sie hier. http://www.zug-der-erinnerung.eu/Bilder/flyer.pdf
Studientag zum Zug der Erinnerung am 29. September 2007
10.00 Uhr Begrüßung:
Renate Dreesen und Peter Schmidt
10.30 Uhr Rüdiger Minow stellt das Projekt „Zug der Erinnerung“ vor
11.15 Uhr Kaffeepause
11.30 Uhr Hannes Heer: Erinnern – Gedenken – Vergessen
Anschließend Diskussion
13.00 Uhr Mittagspause
14.00 Uhr Prof. Dr. Peter Krahulec zur Pädagogik der Erinnerung
14.45 Uhr Renate Dreesen: Spurensuche und Facing History and Ourselves
15.15 Uhr Dagi Knellessen, Berlin zum Konfrontationen-Projekt des Fritz Bauer Instituts
16.15 Uhr Kaffeepause
16.30 Uhr Künstlerische Formen der Erinnerung: Denkzeichen – Film – Literatur
Im Gespräch: Theaterlabor Darmstadt, Bernhard Meyer, Christian Gropper, Rüdiger Minow, Moderation: Anja Trieschmann
18.00 Uhr Abendessen
Konzert
Sascha Reinhardt Ensemble
29. September 2007
Heiner-Lehr-BürgerzentrumKopernikusplatz 1, 64289 Darmstadt
Beginn 19.00 Uhr
Eintritt 15,-€
Kontakt:
Renate Dreesen, Adam-Schwinn-Str. 49, 64319 Pfungstadt, Tel/Fax: 06157-84470, rdreesen@gmx.net
Peter Schmidt, Lauteschlägerstr. 19, 64289 Darmstadt, Tel 06151/74543, baluschmidt@bluehash.de
Archiv
"Zug der Erinnerung" startet im Frankfurter Hauptbahnhof am 8. November 2007
Am
8. November (Donnerstag) um 11.00 Uhr wird die Ausstellung über die
NS-Deportationen mit der Reichsbahn auf Gleis 1a der Öffentlichkeit
übergeben.
aus einem Rundschreiben des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst.
"...
Nach dem Empfang des Zuges und Presseführungen steht der Zug ab 15.00
Uhr auf dem zentralen Frankfurter Mainkai in der Nähe des Eisernen
Steges für Gruppen und Einzelbesucher bereit.
Der Beginn des
deutschlandweiten Gedenkens an die von den Nazis deportierten Kinder
und Jugendlichen findet am Vorabend des 9. November statt. In der Nacht
vom 9. auf den 10.11.1938 organisierte die Nazi-Partei ein
antisemitisches Pogrom, dem mindestens 91 Menschen zum Opfer fielen.
Etwa 30.000 Personen wurden in Konzentrationslager verschleppt,
Geschäfte jüdischer Eigentümer verwüstet. In Frankfurt und in anderen
deutschen Großstädten setzte ein Exodus der Verfolgten ein: Wer
Deutschland verlassen konnte und sein Leben in Gefahr sah, floh. Von
den 30.000 Frankfurter Juden hatten bis 1941 zwei Drittel die Stadt
verlassen oder waren untergetaucht.
Im Oktober und November 1941
begannen in Frankfurt Massendeportationen in die Vernichtung.
Wenigstens 773 Kinder und Jugendliche aus Frankfurt kehrten nicht
zurück. Auch an diese Opfer erinnert die Ausstellung im "Zug der
Erinnerung", die am Freitag 9.11. zwischen 8:00 und 13:00 Uhr
insbesondere Schulklassen zur Verfügung steht.
Die Ausstellung
in mehreren Waggons beschränkt sich nicht auf die deutschen Ereignisse,
sondern erzählt von der europäischen Dimension eines Großverbrechens,
das auch Kindern und Jugendlichen in den vormals okkupierten Ländern
galt. Unter ihnen befinden sich Sinit und Roma, Kinder von Nazi-Gegnern
und Jugendliche aus den osteuropäischen Staaten, die ermordet oder
verschleppt wurden. Ihnen sind Biografien aus Polen, der früheren
UdSSR, Norwegen, Belgien, den Niederlanden, Frankreich, Italien und
Griechenland gewidmet.
Nach dem Start in Frankfurt wird der "Zug der Erinnerung" Darmstadt anfahren
(9.-13.11.), Mannheim (14.-17.11.), Karlsruhe (18.-20.11.) , Ettlingen
(21.11.), Vaihingen (22.11.), Stuttgart (22.-24.11.), Tübingen
(25.-27.11.) Weitere Stationen: Saarbrücken, Fulda, Göttingen,
Hannover, Braunschweig, Gotha, Erfurt, Weimar, Leipzig, Dresden u.a."